28.02.2019

Am 8. März ist Internationaler Frauentag

schweizstrom klärt, was es mit dem Feiertag auf sich hat.
Der Internationale Frauentag wird auch als Weltfrauentag bezeichnet und soll vor allem an die Gleichstellung der Frauen erinnern. Auch heute noch kämpfen bemerkenswerte Frauen weiterhin für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern.

Wie ist der Frauentag entstanden?

Clara Zetkin forderte 1907 auf der ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz das allgemeine Frauenwahlrecht. Bereits bei der zweiten Konferenz beschlossen 100 Delegierte aus 17 Ländern die Einführung des Internationalen Frauentags.

Seit 1918 ist das Frauenwahlrecht im Reichswahlgesetz verankert.

Der erste Weltfrauentag wurde am 19. März im Jahre 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA gefeiert. Sozialdemokratie und Gewerkschaften unterstützten diesen Ehrentag. Im ganzen Land fanden "Volksversammlungen" statt. Allein in Berlin versammelten sich rund 45.000 Frauen (unter ihnen viele Sozialistinnen). 1921 wurde der Feiertag auf den 8. März festgelegt und wird seither an diesem Datum gefeiert.

Dieses Jahr ist der Frauentag zum ersten Mal in einem deutschen Bundesland ein offizieller, gesetzlicher Feiertag. Berlin ist hier der Vorreiter.                                                                           

Andere Länder, andere Sitten

In vielen Ländern der Erde wird der Frauentag gefeiert. Dabei gibt es allerdings erhebliche Unterschiede:

In Russland gilt er seit der Oktoberrevolution (1917) als offizieller Feiertag. Heutzutage werden in Russland nicht nur Ehefrauen und Mütter bedacht, sondern beispielsweise auch Arbeitskolleginnen mit Präsenten überrascht.

In chinesischen Staatsbetrieben bekommen Frauen am 8. März oft den halben Tag frei oder erhalten kleine Geschenke vom Arbeitgeber.

In Italien gehören gelbe Mimosen zum Frauentag. Sie gelten als Symbol für die Befreiung der Frauen von männlicher Unterdrückung.

Wie steht es um die Gleichberechtigung der Frauen heute?

Seit dem 1. Juli 1958 ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau im deutschen Grundgesetz verankert. Seither konnten Frauen sich auch in der Gesellschaft und der Wirtschaft behaupten und Erfolge in Sachen Gleichstellung feiern. So wurde beispielsweise das höchste politische Amt (Kanzleramt) unseres Landes lange Zeit von einer Frau begleitet. In Sachen Bildung holen Frauen ebenfalls auf: „So haben in der Gruppe der 30- bis 34-Jährigen Frauen mit 30 Prozent doppelt so viele einen Hochschulabschluss als in der Generation ihrer Eltern.“

Aber auch in der beruflichen Bildung werden Frauen bzw. Mädchen verstärkt adressiert: Seit dem Jahr 2001 laden Unternehmen am vierten April-Donnerstag Schülerinnen ab der 5. Klasse zum sogenannten "Girls Day" ein, um sie an klassische „Männerberufe“ heranzuführen und sie für Berufe in Industrie und Handwerk zu interessieren.

Es wird also viel für die Geschlechtergleichstellung getan. Doch es gibt immer noch viel Luft nach oben.

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