07.12.2018

Die Käse-Fondue-Saison ist eröffnet!

Perfekt für die kalte Jahreszeit
Das Käse-Fondue gehört zur Schweiz, wie die Pizza zu Italien. Nicht ohne Grund bezeichnet man die Schweiz deshalb auch als das Käseland. Denn die Käseproduktion hat hier eine besonders lange Tradition und hat im Laufe der Jahre über 450 verschiedene Schweizer Käsesorten hervorgerufen. Es ist daher selbstredend, dass das Käse-Fondue ein fester Bestandteil der schweizer Ess-Kultur ist. Ob zu Zweit, mit der ganzen Familie oder mit guten Freunden – Käse-Fondue ist der klassische Gaumenschmeichler für alle Käse-Liebhaber. Doch wie gelingt der köstliche Käse-Topf ohne größere Missgeschicke? schweizstrom hat die hilfreichsten Tipps für besonders cremige Momente und Skihüttenfeeling zusammengestellt.

Welcher Käse eignet sich am besten?

Grundsätzlich werden je nach Region unterschiedliche Käsesorten verwendet. Doch die Grundlage setzt sich meist aus einer Variation der Bergkäse-Sorten Gruyère, Vacherin, Appenzeller und Emmentaler zusammen. Variiere die jeweilige Menge einfach nach deinem persönlichen Gusto. Wer es eher würzig mag, erhöht beispielsweise den Anteil des pikanten Appenzellers. Noch wichtiger als die Auswahl der Sorten ist das Alter sowie der Reifegrad der Käsesorten. Denn dieser ist entscheidend für die Schmelzeigenschaften des jeweiligen Käses. Verwende gleichaltrigen Käse, damit er sich zu einer homogenen Schmelzmasse verbindet und sich keine Flöckchen bilden.

Die ersten Schritte

Zum Abendessen lediglich ein bisschen Brot in den Käse tunken? Das macht doch nicht satt! Falsch gedacht. Der Fettanteil von Käse-Fondue ist ziemlich hoch und wird oft unterschätzt. Der Sättigungseffekt tritt daher meist schneller ein, als man denkt. Als Faustregel kann man daher festhalten, dass 150 bis 200 Gramm pro Person ausreichen. Für echte Käse-Fans können es aber auch mal 250 bis 300 Gramm sein.

Damit das Fondue schön cremig wird, empfehlen wir, den Käse vorab fein zu reiben, sodass es zur perfekten Verschmelzung der Sorten kommt. Achte zudem darauf, dass sich die Käsesorten nur langsam bei mittlerer Hitze miteinander und dem Wein mischen. Dabei solltest du ständig rühren und im Falle von einer zu flüssigen Konsistenz etwas Maisstärke, Kartoffelstärke oder Reisstärke zum Andicken verwenden.

Gewürze, Beilagen und ganz viel Geduld

Die würzigen Geschmacksnoten der Käsesorten alleine reichen nicht aus, um das Fondue zu einem leckeren Geschmackserlebnis zu machen. Eingeschmolzener Knoblauch, Pfeffer, eine Prise Muskat sowie Wein und Kirschwasser runden das Gesamtpaket ab. Bei der Weinauswahl entscheiden die persönlichen Vorlieben. Jedoch eignet sich leichter, trockener Weißwein aufgrund seiner wohldosierten Säure am besten. Sie sorgt dafür, dass der Käse schön cremig bleibt und er die richtige Konsistenz behält. Zum Schweizer Käse-Fondue zählt traditionell auch die Zugabe von Kirschwasser, was allerdings eine kräftige Note hinterlässt und unbedingt gut abgeschmeckt werden muss. Durch das Erhitzen verdunstet der Alkoholgehalt – das Auto muss also nicht stehen gelassen werden.

Nun heißt es warten … denn gut Käse will Weile haben. Am wichtigsten sind das stetige Rühren und das langsame Hinzugeben der Käseraspeln. Durch die kontinuierliche Bewegung verhinderst du die Klümpchen-Bildung und ebnest den Weg für ein cremiges Ergebnis.

Als passende Beilagen erweisen sich vor allem Brot und leichte Komponenten, wie frischer Salat, Obst oder Oliven – der Käse muss ja mit irgendetwas aufgenommen werden. Brot gilt dabei als wichtigste Tunk-Beilage und kann nach Belieben ausgewählt werden. Häufig wird Weißbrot gereicht, aber auch knuspriges Bauernbrot oder würziges Nuss- sowie Kartoffelbrot eignen sich und sättigen zusätzlich. Wer Angst hat, nicht satt zu werden, kann auch Kartoffeln und Wurst dazu servieren.

Das Grundrezept

Zutaten für ein traditionelles Schweizer Käse-Fondue für 5 Personen:

  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 500 g geriebenen Gruyère
  • 250 g geriebenen Emmentaler
  • 240 ml trockenen Weißwein
  • 1 ½ TL Speisestärke
  • 1 ½ EL Kirschwasser
  • Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

1. Reibe den Fondue-Topf (Caquelon) mit Knoblauch ein.

2. Erhitze den Käse mit Wein sowie Speisestärke und rühre bei mittlerer Hitze stetig um, bis der Käse schmilzt.

3. Danach das Kirschwasser, Pfeffer und Muskat dazugeben und unter Rühren ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen, bis eine cremige Masse entsteht.

Es soll ein bisschen extravaganter sein? Es gibt viele Variationen, wenn es um Käse-Fondue geht. Hier findet ihr die 8 besten Rezepte. Für eine gute Verdauung empfiehlt es sich zum Fondue statt zur Cola zu einem guten Glas Tee zu greifen. Kleiner Geheimtipp: Als Erfrischung zwischen den Brotstückchen oder Dessert-Variante kann man auch Birnen oder Apfelstücke in den Käse tunken. Keine Lust zum selber Kochen und Mischen? Dann könnt ihr auch einfach in einen guten Käseladen gehen und euch eine fertige Mischung kaufen. Wer die Schweizer Tradition gleich doppelt zelebrieren möchte, der erhitzt sein Fondue mit ökologischen Strom von schweizstrom.